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Freitag bis Sonntag, 10. bis 12.07.2026
Radausfahrt
im Pfälzer Wald, den Nordvogesen
und der Weinregion der Südpfalz
Bericht
von Manfred Glinka
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Mit
der seit Jahrzehnten schon bestehenden Begeisterung, auch für das
Radfahren in der Natur, waren auch dieses Jahr wieder 22 Radler des
Schwarzwaldvereins Neubulach in die Südpfalz unterwegs. Von unserem
Quartier “Hotel Schweigener Hof“ in Schweigen-Rechtenbach führte unser
Radführer Siegfried Luz uns am ersten Tag in die Nordvogesen über
Wissembourg, Lembach, Schwarzbachtalsperre nach Niederbronn Les Bains
zur dortigen Mittagsrast. Der Rückweg brachte uns über Fröschwiller,
den Soulzerkopf auf rund 80 Km Wegstrecke und ca.1200 Hm wieder zum
Quartier in Schweigen.
Am 2. Tag ging es hinein und hinauf in den Pfälzer Wald, über die
Pfälzer Hütte, Burg Berwartstein, Drachenfels, Busenberg zur
Mittagsrast beim Wanderheim “ Dicke Eiche“. Unser Rückweg über
Hauenstein, Hinterweidenthal nach Dahn machte einen Stopp für einen
üppigen Eisbecher in Dahn unausweichlich. Etwas abgekühlt ging es dann
weiter über Bundenthal, Wissembourg über die Grenze nach Schweigen.
Nach ca.84 Km, etwa1260 Hm und mehr als 33° Hitze kamen alle Radler
wieder nach der bestens geplanten und geführten Tour durstig ins
Quartier zurück.
Der 3. Tag stand unter der Überschrift “Trifels und Weinberge
Tour“. Sie führte uns über Bad Bergzabern, Klingenmünster,
Waldhambach, zum Trifels. In Annweiler gabs die Mittagsrast, danach
gings “in den Wein“ über Frankweiler, Godramstein, Heuchelheim,
Kapellen, Bad Bergzabern nach ca.75 Km und 1050 Hm zurück nach
Schweigen. Das Ergebnis der Bulicher Bürgermeisterwahl drängte die
meisten Teilnehmer zur raschen Heimfahrt, um an dem für Neubulach
wichtigen Ereignis an diesem Sonntag noch Teil zu haben.
Wir waren wieder sportlich fleißig und auch in netter Gemeinschaft
unterwegs. Dabei haben wir rund 238 Km mit etwa 3500 Höhenmetern auf
dem Radsattel zurückgelegt und durften dabei wieder Land und Leute
kennen lernen. Unsere Wetterwünsche wurden, mehr als erwartet, erfüllt.
Es war „obacha“ heiß und trocken. Auch künftig warten noch viele
interessante und schöne Ziele auf die Radler vom Schwarzwaldverein.
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Freitag, 1.05.2026
1. Mai-Hocketse
an der Festhalle Neubulach

Bericht
von Hans Jüngert |

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1. Mai-Hocketse – wir sagen Danke!
Bei herrlichem Frühlingswetter durften wir vom Schwarzwaldverein
Neubulach wieder viele Gäste aus nah und fern zu unserer traditionellen
Maihocketse in Neubulach begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass so viele
Besucher den Weg zu uns gefunden und einen schönen, geselligen
Nachmittag mit uns verbracht haben. Unser herzliches Dankeschön gilt
allen, die da waren – und ebenso jenen, die spontan mit angepackt
haben, wenn eine helfende Hand gebraucht wurde.
Ohne die großartige Unterstützung unserer zahlreichen ehrenamtlichen
Helfer wäre eine Veranstaltung dieser Größe nicht möglich. Ob beim Auf-
und Abbau, in der Küche, an den Grills, an der Getränkeausgabe oder an
der Gulaschkanone – überall wurde mit beeindruckendem Einsatz
gearbeitet. Ebenso danken wir für die vielen Kuchenspenden, die erneut
ein wunderbares und reichhaltiges Kuchenbuffet ermöglicht haben.
Ein besonderes Highlight war das Kinderprogramm der Jungen Familie. Mit
viel Begeisterung und Feuereifer haben die Kinder leckere Waffeln
gebacken und damit nicht nur die jüngsten Gäste erfreut. Auch die
Kreativangebote fanden großen Anklang und sorgten für strahlende
Gesichter. Wir blicken auf eine rundum gelungene Maihocketse zurück und
freuen uns schon jetzt darauf, euch im nächsten Jahr wieder bei uns
begrüßen zu dürfen.
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Mittwoch, 11.02.2026
„Als die Wälder auf Reisen gingen“
Präsentation über die Flößerei von Martin Spreng

Bericht
von Klaus Hettich
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„Als die Wälder auf Reisen gingen“
– schon der
Titel des Vortrags von Martin Spreng, Bundesvorsitzender der Deutschen
Flößerei–Vereinigung, sorgte für Neugier bei den Zuhörern.
Der Schwarzwaldverein Neubulach hatten Martin
Spreng eingeladen, um sich ein einprägsames Bild von der damaligen Zeit
der Flößerei machen zu können. Zunächst stand die Frage
im Raum: Was waren die Gründe für das Entstehen des Flößerhandwerks?
Holz wurde vor allem als Energieträger und zum Haus – und Brückenbau
gebraucht.
Für die langen und schweren Stämme aus
den waldreichen Tälern gab es damals aber noch keine geeigneten
Transportwege. Wie sollte das Holz also an die Orte kommen,
wo es bearbeitet - und verarbeitet werden konnte – insbesondere in die
Städte entlang des Rheins? Und so kam es dazu, in unserer Region das
Wasser für den Transport nutzbar zu machen – die Flößerei entstand.
Heute als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt, begann ihre
Entwicklung Mitte des 14. Jahrhunderts: 1342 kam es zum Vertrag
zwischen Baden und Württemberg zur Nutzung und Regelung der Flößerei
auf Enz, Nagold, Würm und Neckar. Seine Blütezeit erlebte das Flößerhandwerk nach dem Ende des 30jährigen Kriegs und mit dem „Westfälischen Frieden“.
Für den enormen Aufbruch in Europa brauchte es jede Menge Holz. Neben dem schon
erwähnten Haus- und Brückenbau, wurde Holz jetzt bis nach Holland
transportiert und dort für den Aufbau einer Handels– und Schiffsmacht
genutzt. „Holländer Tannen“ nannten die Flößer besonders große und
gerade gewachsene Stämme, die als Masten für die Schiffe gebraucht
wurden.
1691 und 1692 sind jeweils 1000 Stämme Floßholz durch das
Nagoldtal bis nach Holland geflößt worden und 1715 waren es dann
bereits 14000 Stämme, die auf dem Wasserweg nach Holland gingen.
Abschließend erzählte Martin Spreng - unterlegt mit Zeichnungen und
Fotografien aus der damaligen Zeit - sehr anschaulich, über die oft
abenteuerlichen Reisen der Flößer auf Enz, Nagold und Würm.
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Viele Staustufen und auch Biegungen
mussten in den engen Tälern auf dem Weg nach Pforzheim überwunden
werden, um das bis zu 285 Meter lange Floß, von nur 4 Flößern gesteuert, an dieses
Zwischenziel zu bringen. Von dort ging es auf der (großen) Enz über
Neckar und Rhein nach Holland.
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Flößerei–Vereinigung empfahl allen
Interessenten noch eine Besichtigung der Monhardter Wasserstube im
Rahmen einer Führung. Die Wasserstube wurde originalgetreu restauriert
und soll dokumentieren, wie die Wasserwege genutzt und große Mengen
Holz aus dem Schwarzwald transportiert worden sind.
Ein Wiedeofen steht
dort ebenfalls bereit. In ihm wurden dünne und etwa 5 Meter lange
Stämmchen in Wasser gelegt und erhitzt, damit danach Holzwieden
(Holzseile) gedreht werden konnten, die zum Einbinden der Flöße
verwendet worden sind.
Die Mitglieder und Freunde des
Schwarzwaldvereins bedankten sich mit einem Präsent bei Martin Spreng für seinen interessanten und sehr
anschaulichen Vortrag, mit dem er das Flößerhandwerk an diesem
Nachmittag wieder in Erinnerung rief.

Bilder aus Digitalarchiv Martin Spreng
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